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28. Januar 2013

Das „Green Car of the Year 2013“

Filed under: Elektroauto News,Ford — admin @ 13:21

Im Rahmen der „Los Angeles Auto Show“ wird alljährlich das „Green Car of the Year“ gewählt. Die renommierte Auszeichnung, welche an besonders umweltfreundliche Fahrzeuge verliehen wird, gewinnt in diesem Jahr der Ford Fusion. Damit ist er der günstigste Hybrid, welcher diesen Preis je erhalten hat.

Ein Hauptgrund für die stockende Entwicklung des E-Automarktes sind zweifellos die hohen Anschaffungspreise der aktuell verfügbaren Fahrzeuge. So kostet der Opel Ampera, das absatzstärkste E-Auto Deutschlands, immerhin 43.000 Euro. Auch der Nissan Leaf, welcher Platz zwei der hiesigen Verkaufs-Charts belegt, steht mit stolzen 37.000 Euro zu Buche. Da verwundert es nicht, dass die meisten Autokäufer sich eher für den klassischen Benziner entscheiden, kosten doch Verbrenner mit vergleichbarer Leistung nicht selten weniger als die Hälfte. Der Ford Fusion bildet hier endlich eine willkommene Ausnahme. Sein Startpreis von unter 17.000 Euro ist einer der Hauptgründe, den die Preisrichter des „Green Car Journal“ in die Waagschale warfen.

Elektroautos müssen erschwinglich sein

Das „Green Car Journal“ ist seit über 20 Jahren die führende US-Fachzeitschrift im Bereich der Elektromobilität. Aufklärungsarbeit und Forschungsförderung hat sich das hinter dem Magazin stehende „Green Car Institute“ auf die Fahnen geschrieben. Dies umfasst vor allem die folgenden Punkte:

fortschrittliche Antriebsformen

Reduktion von Abgasen

innovative Technologien

Forschungsförderung

Autokäufer müssten jedoch auch vom Nutzen der neuen Technologien überzeugt werden, so die Experten des gemeinnützigen Unternehmens. Erschwingliche Fahrzeugmodelle wie der Ford Fusion könnten dazu beitragen, das Absatzvolumen von E-Autos zu steigern, wodurch sich eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Umweltbilanz herbeiführen ließe.

E-Fahrzeugen  sind noch nicht konkurrenzfähig

Der Verkauf des neuen Ford Fusion ist jetzt in den USA angelaufen. Auch hierzulande wird die neue Ford-Generation noch in diesem Jahr auf den Markt kommen – dann jedoch als nahezu baugleicher Ford Mondeo. Neben dem günstigen Anschaffungspreis sind es vor allem der geringe CO2-Ausstoß und die Verbrauchseffizienz, welche die Modelle Mondeo und Fusion von Konkurrenzfahrzeugen wie dem Dodge Dart Aero oder dem Ford C-MAX abheben. Sowohl der Ford-Benziner (rund 7 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer) als auch der Hybride (5 Liter) und die Plug-in-Ausführung (2,5 Liter) liegen verbrauchstechnisch eindeutig im unteren Bereich ihres Segments.

Im ausschließlichen Elektro-Betrieb schaffen die neuen Ford-Modelle dann maximal 32 Kilometer an Fahrstrecke. Hierbei tritt jedoch eines der aktuellen Hauptprobleme im E-Auto-Segment zutage: Reichweitentechnisch sind Elektrofahrzeuge noch lange nicht konkurrenzfähig. Gerade im Winter wird die beschränkte Akkukapazität zum Problem. Lösungsansätze gibt es viele:

integrierte Solarzellen, die bei Sonnenschein den Akku entlasten

Ethanol-Heizungen, die verhindern, dass Akku-Energie für die Innenraumheizung verwendet wird

hochwertige Reifen, deren rollwiderstandsoptimiertes Profil für eine größere Reichweite sorgen

zusätzliche Notstromaggregate, beispielsweise in Form eines Anhängers

Solange allerdings ein Benziner mit einer Tankfüllung noch dreimal so weit kommt wie ein Elektrofahrzeug, in der Anschaffung jedoch nur die Hälfte kostet, werden wir wohl umsonst auf den Durchbruch der Elektromobilität warten.

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