Das Unternehmen Karmann entstand im Jahre 1901 als Christian Klages seine Pferdewagenfabrik an Wilhelm Karmann Senior verkaufte. Es wurden erste Kleinaufträge damals großer Fahrzeughersteller wie Dürkopp oder DKW abgewickelt. Das Geschäft entwickelte sich gut und so reiste Karmann in den 1920er-Jahren in die USA. Dort begutachtete er die modernen Fertigungstechniken um darauf basierend seine eigene Fahrzeugproduktion entsprechend zu verbessern. Seinen Fokus setzte das Unternehmen nach Ende des zweiten Weltkriegs auf die Auftragsfertigung für den Wolfsburger Autokonzern Volkswagen AG. Das erste eigene Automodell war der Karmann Ghia und konnte VW überzeugen. Der Sportwagen wurde nach seiner Markteinführung über 360.000 mal verkauft und gilt heute als Klassiker.
Im Zuge der Expansion in den 1960er-Jahren wurden in Sao Paulo (Brasilien) und Rheine jeweils ein Fahrzeugwerk errichtet. Der Autohersteller BMW beauftragte Karmann gegen Ende der 1970er-Jahre mit der Fertigung des BMW Coupes der 6er-Reihe. Heute gehören die Autokonzerne Volkswagen, BMW, Daimler und Audi zu den Kunden des Karosserieherstellers. Im März 2008 verabschiedete sich der Hersteller aus Brasilien indem die dortige Tochterfirma Grupo Brasil verkauft wurde. Seit der Insolvenz der Karmann GmbH im April 2009 ist die Zukunft der innovativen Firma unsicher. Der Einstieg in den Elektroautomarkt erfolgte im Juni 2009 durch Gründung der Tochtergesellschaft Karmann E-Mobil GmbH. Die neue Tochterfirma entwickelt im Auftrag der Volkswagen AG ein Elektroauto deren Großserienproduktion bereits im Jahre 2011 geplant ist. In einem Zeitraum von sieben Jahren sollen 100.000 Einheiten des Elektrofahrzeugs abgesetzt werden. Gemeinsam mit dem Energieversorger EWE AG wurde der Karmann E3 entwickelt, ein viersitziges Elektroauto mit einer Reichweite von 75 bis 150 Kilometern und einem geplanten Absatz von 200 Fahrzeugen bis zum Jahresende 2011.







































