Die Elektroautos stehen vor einem erfreulichen Boom und die Akkuhersteller erhöhen dadurch ihre Produktionskapazitäten aber dies könnte sich als Fehlentscheidung erweisen. Nach Einschätzung von Experten wird das Akku-Angebot in den nächsten fünf Jahren doppelt so hoch sein wie die Nachfrage im darauffolgenden Jahr. Die Batteriehersteller in Japan, den USA und Korea wollen ihre Produktion enorm steigern. Die Unternehmensberatung Roland Berger rechnet selbst bei einem agressiven Szenario, dass im Jahre 2015 nur 0,82 Millionen Lithium-Ionen-Akkus nachgefragt werden.
Die Kapazitäten werden den Ankündigungen der Hersteller allerdings bei 2,6 Millionen Akkus allerdings drei mal so hoch sein. Die Batteriehersteller sollten auf Branchenbeobachter hören, die empfehlen die Produktion und Investitionen langsam hochzufahren statt die Kapazitäten gleich rapide zu erhöhen. Nach aktuellen Prognosen wird damit gerechnet, dass bis zum Jahre 2020 von den aktuell 60 Batterieherstellern weltweit nur noch sechs bis acht Unternehmen bestehen bleiben. Der Preis-, und Kostendruck wird steigen weshalb nur die großen kapitalkräftigen Batteriehersteller sich auf lange Sicht behaupt werden. Die Kosten pro Kilowattstunde Batteriekapazität werden sich Berechnungen nach bis zum Jahre 2020 um 50 Prozent fallen. Es wird in Zukunft wegen der hohen Lohnkosten wohl keine rein europäischen Batteriefirmen mehr geben.
Quelle: Pressemitteilung Pressetext Deutschland
Veröffentlicht am: Februar 24th, 2010- Studie - Boom bei Elektroauto-Akkus erwartet
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