Nach einem Bericht der “New York Times” sind in Afghanistan gigantische Bodenschätze entdeckt worden deren Wert sich auf mehr als 1 Billion US-Dollar belaufen soll. Der Rohstoff Lithium befindet sich darunter und wird als Bestandteil in Lithium-Ionen-Akkus eingesetzt. Laut dem Zeitungsbericht könnte das Land zum “Saudiarabien des Lithiums” aufsteigen aber zugleich fürchten Experten, dass die Entdeckung des Lithium-Vorkommens, Kupfers, Kobalt, Eisenerz und Gold zu einer Verschärfung der kriegerischen Lage führen könnte. Die Erschließung der Bodenschätze wird allerdings Jahrzehnte dauern, weil in dem Land keine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung steht und die Rohstoffvorkommen im ganzen Land verteilt sind.
Die aufstrebende asiatische Wirtschaftsmacht China ist bereits in Afghanistan aktiv. Zwei chinesische Unternehmen haben eine gigantische Kupfermine in Aynak bei Kabul erschlossen und planen Investitionen von vier Milliarden US-Dollar. Die fehlende politische Stabilität wird einen zeitnahen Abbau des Lithium-Vorkommens erschweren. Gegenüber vergleichbaren Lagerstätten in Australien und China weist das Vorkommen in Afghanistan allerdings nur einen niedrigen Anteil an Lithium-Oxid auf. In den kommenden Jahren wird Lithium immer wichtiger werden, weil die Zahl der Elektroautos steigen und somit der Bedarf an Lithium-Ionen-Akkus zulegen wird.
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