Die Bundeshauptstadt Berlin wird das Testgebiet für die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen und deren Zukunftschancen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat mit den beiden Energiekonzernen RWE AG und Vattenfall eine Absichtserklärung beschlossen. Im Rahmen der Absichtserklärung werden in den nächsten Wochen stadtweit und dabei besonders in Berlin-Mitte sowie Charlottenburg-Wilmersdorf insgesamt 550 Ladestationen aufgebaut. Die entsprechenden Stellflächen für die Stromtankstellen und Elektroautos stellt das Land Berlin zur Verfügung.
Die Ladestationen sollen sowohl in Parkhäusern als auch Parkplätzen großer Firmen errichtet werden. Den Strom werden die Stationen aus erneuerbaren Energien beziehen und schon im Juni werden 50 Mini E des Autokonzerns BMW in Testfahrten auf den Strassen der Metropole unterwegs sein. Der Stuttgarter Autohersteller Daimler AG wird 100 Fahrzeuge der Elektroversion des Kleinwagens Smart ab Mitte diesen Jahres ausgiebig testen. Die Autohersteller und Energiekonzerne arbeiten zur Zeit daran die Systeme zu vereinheitlichen.
Jeder Fahrer eines Elektrofahrzeugs soll registriert werden damit sie die Strom-Ladestationen nutzen können. In Berlin fahren bereits Elektroautos und Elektro-Roller aber wie viele es sind ist nicht bekannt. Nach Einschätzung der Senatsverwaltung sind Elektrofahrzeuge gut für den Stadtverkehr geeignet. In der Stadt sind laut dem Senat rund 70 Prozent der zurückgelegten Strecke weniger als 18 Kilometer lang. Die heute verfügbaren Elektrofahrzeuge haben mit einer Akkuladung eine Reichweite von 100 bis 250 Kilometern.
Veröffentlicht am: April 28th, 2009- 50 Elektro-Minis in Berlin unterwegs
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