“crash.tech-Kongress” beschäftigt sich mit Sicherheit von Elektroautos

Auf der derzeit stattfindenden AMI 2010 in Leipzig stellt der TÜV SÜD nun die Ergebnisse im Rahmen des 10. crash-tech-Kongress vor und geht dabei auf Prognosen zur Fahrzeugsicherheit im Jahr 2020 ein. So beschäftigte man sich auf dem Fachkongress am 13. und 14. April diesen Jahres konkret mit den Ergebnissen der Unfallforschung sowie des Fußgängerschutzes.

Das Besondere daran ist, dass man auch die Sicherheit von Elektrofahrzeugen unter die Lupe nahm. Denn gerade jetzt und in naher Zukunft ist mit einem Umbruch hin zur Elektromobilität zu rechnen und genau dieses Thema ist natürlich auch Motto der diesjährigen AMI. Die Elektromobilität nimmt immer mehr zu und genau deshalb beschäftigen sich die Branchenexperten zunehmend mit dem Thema – gerade weil man schätzt, dass bereits 2020 jedes zehnte Fahrzeug weltweit (bezogen auf Neuzulassungen) ein Elektroauto sein könnte.

Genau aus diesem Grunde untersuchte der TÜV SÜD nun mögliche Sicherheitsstandards bei Elektrofahrzeugen, weil besonders die Lithium-Ionnen-Akkus potenzielle Gefahren darstellen könnten, wenngleich sie für den Elektroantrieb und zukünftige Fahrzeugkonzepte unersetzlich seien. Denn beim Einsatz solcher Batterien bestehen Risiken aus mechanischer, chemischer sowie elektrischer Hinsicht, so dass der TÜV SÜD einheitliche Standards entwickeln will.

Zum Thema „ Standardisierung von Sicherheitsanforderungen“ meldeten sich unter anderem Experten wie der  Vorstandsvorsitzender von TÜV SÜD, Dr. Axel Stepken, auf der AMI zu Wort. Erste eigene Untersuchungen und Versuche zum Thema Sicherheit bei Elektrofahrzeugen kündigten sowohl die BMW Group als auch die Daimler AG an, durch die man sich Erkenntnisse für zukünftige Elektrofahrzeuge erhofft, um die Fahrzeugsicherheit weiter zu erhöhen.

Der TÜV SÜD macht des Weiteren darauf aufmerksam, dass es eine Veränderung des Sicherheits-Bewertungsprogramms EuroNCAP geben müsse, bei dem nicht nur die vier Sicherheitskategoriein „Erwachsenenschutz, Kinderschutz, Fußgängerschutz sowie Sicherheitsmerkmale zur Unfallvermeidung“ als Kriterien zur Einschätzung eines Fahrzeugs dienen. Die Herausforderungen an zukünftige Prüfverfahren werden sich im Laufe der nächsten Jahre ergeben und lassen vor allem Fahrerassistenzsysteme immer mehr Einzug in moderne Fahrzeuge halten.

Veröffentlicht am: April 16th, 2010



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